Kirchengebäude

 

Das Konzept des ökumenischen Kirchenzentrums

 


 „Höchst ungewöhnlich sind die kantig-expressiven Formen der ökumenischen Doppelkirche im neuen Freiburger Stadtteil Rieselfeld. Es entstand ein monumentaler Baukörper aus Leichtbeton, der sich – außen wie innen unverputzt und unverkleidet – durch seine Andersartigkeit ebenso scharf von seiner Umgebung wie von typisierenden Bildern absetzt.“ (Matthias Ludwig)
 

Zum Kirchenzentrum gehören der katholische und der evangelische Gottesdienstraum. Die großen Schiebetore vermitteln im geschlossenen Zustand jeweils Räume, der rundum von Wänden umgeben sind. Türen führen vom Foyer, sowie auch von außen in jeden Kirchenraum, der auf diese Weise ein eigenes Gepräge entwickeln kann und mit den zugeordneten Räumen (Sakristei, Orgelempore) eine eigenständige Einheit bildet.

Meistens sind die beiden 22t schwere Betonwände zur Seite geschoben, sodass ein großer ökumenischer Kirchenraum entsteht. Daraus entwickelt sich ein neues eigenes Raumgefühl, anders als bei verschiedenen aneinandergereihten Räumen, die einfach akustisch und optisch in Verbindung gebracht werden können.

Auf diese Weise wird auch architektonisch zum Ausdruck gebracht, dass es weiterhin zwei Kirchen gibt, die sich jedoch öffnen, um das eine Evangelium zu verkünden und zu feiern und mit einem gemeinsamen Zeugnis auftreten. Angesichts eines Stadtteils, in dem mehr als zwei Drittel der Bevölkerung keiner der beiden Konfessionen angehört, ist dies besonders wichtig.

 
  
1